1. April 2026
Monatskommentar März 2026
Das erste Quartal 2026 begann mit Rückenwind: robuste Konjunkturdaten, anhaltende KI-Euphorie und die Aussicht auf Zinssenkungen. Doch was als Positivszenario startete, wurde seit Ende Februar innerhalb weniger Wochen zunichte gemacht. Die Eskalation im Nahen Osten ließ Energiepreise und dadurch die Inflationsraten steigen und stellte das Zinsnarrativ abrupt in Frage. Aus sicheren Zinssenkungen wurde die Erwartung von Zinserhöhungen und aus marktbreitem Börsenboom eine schnelle Rotation. Die Nachrichtenlage zeigt bisher keinen klaren Trend, sondern ein Pendeln: zwischen Erleichterung und Misstrauen, kurzer Zuversicht und Sorge. Gleichzeitig zeigen sich – wie von aktiven Marktbeobachtern schon länger erwartet – erste Risse der Investmentidee rund um künstliche Intelligenz in den starken Kursverlusten einiger Technologiewerte.
Der Weltaktienindex verzeichnete im März einen Rückgang von 4,1%, verlor damit die Gewinne der ersten beiden Monate und beendete das erste Quartal 2026 negativ mit -1,7% (MSCI World Net Return Index in Euro). Die regionalen Aktienmärkte verzeichneten im März auf Euro-Basis folgende Monatsergebnisse: Euro-Raum -7,7% (MSCI Europe Net Total Return Index in Euro), USA -2,9% (S&P500 Net Total Return Index in Euro) und Japan -10,3% (MSCI Japan Net Total Return Index in Euro). Die Kurse der Nebenwerte verloren in diesem risikoaversen Umfeld stärker als die Kurse der Standardwerte und gaben um 5,4% nach (MSCI World Small Cap Index in Euro). Schwellenländeraktien verloren 10,9% (MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro). Die Währungsentwicklung spiegelt die Unsicherheit mit einem deutlichen Anstieg des US-Dollar um 2,2% gegenüber dem Euro, so dass für den in Euro kalkulierenden Anleger die Ergebnisse an den US-Finanzmärkten gestützt wurden. Der japanische Yen und das britische Pfund stiegen im März gegenüber dem Euro um moderate 0,5% bzw. 0,3% und verbesserten dadurch die Ergebnisse des Euroanlegers auf dem japanischen und auf dem britischen Finanzmarkt. Der Goldpreis in Euro erwies sich in dieser Situation nicht als sicherer Hafen und verlor im März 9,6%.
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