Monatskommentar Mai 2022

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Die hohe Inflation und angekündigte Zinserhöhungen sorgten im Mai für ein weiter sehr nervöses Umfeld an den Finanzmärkten. Zudem führen die Unterbrechungen im Welthandel zu immer größeren Engpässen bei vielen Produkten und gleichzeitig langen Staus vor den Häfen. Ein Grund für weitere Konjunktursorgen. Der Weltaktienindex verlor im Mai unter ausgeprägten Schwankungen 1,4% (MSCI World Net Total Return Index in Euro). Die einzelnen Aktienmärkte verzeichneten auf Euro-Basis folgende Ergebnisse: Euro-Raum -0,8% (MSCI Europe Net Total Return Index in Euro), USA -1,5% (S&P500 Net Total Return Index in Euro) und Japan +0,1% (MSCI Japan Net Total Return Index in Euro). Nebenwerte gaben im Mai 1,9% nach (World Small Cap Index in Euro). Die Aktienmärkte der Schwellenländer verloren 1,1% (MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro).

Der US-Dollar gab im Mai um 1,8% und der japanische Yen um 0,9% gegenüber dem Euro nach. Diese Wechselkursentwicklung verschlechterte für den in Euro kalkulierenden Investor die Ergebnisse des US-amerikanischen und des japanischen Finanzmarktes. Zusätzlich beeinträchtigt durch den schwachen US Dollar gab der Goldpreis in Euro im Mai stark um 4,8% nach.

Entwicklung der Anleihenmärkte

Ein Rückgang der Kurse am Rentenmarkt war die Reaktion auf weiter historisch hohe Inflationsraten von über 8% im Euroraum und einer insgesamt restriktiveren erwarteten Notenbankpolitik. Die Renditen zehnjähriger US Staatsanleihen lagen zum Monatsende bei 2,84%. Die 10-jährige Bundesanleihe notierte bei +1,12%. Der REX Performance Index verlor 0,3%. Unternehmensanleihen- und Hochzinsanleihen-Indices gaben deutlicher nach.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 konnte sich dem am Aktien- und am Rentenmarkt negativen Umfeld des Mai nicht entziehen und verbuchte einen Wertrückgang von 1,8%. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (32,1%; davon Absolute Return Rentenfonds 13,5%), Aktienfonds (35,4%; davon Absolute Return Aktienfonds 28,1%), Event-Driven-Fonds (14,1%), Convertible Arbitrage Fonds (6,5%), „Alpha Strategie“ (4,0%), Gold- ETC (3,6%) und Liquidität (4,2%).

 Die ausgewogene Anlagestrategie2 musste im Mai einen Wertrückgang von 1,8% hinnehmen. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (15,3%; davon Absolute Return Rentenfonds 5,8%), Aktienfonds (59,7%; davon Absolute Return Aktienfonds 20,9%), Event-Driven-Fonds (12,6%), Convertible Arbitrage Fonds (6,8%), Gold- ETC (3,6%) und Liquidität (1,9%).

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 verzeichnete im Mai eine Wertminderung von 1,6%. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (4,9%; davon Absolute Return Rentenfonds 2,0%), Aktienfonds (79,6%; davon Absolute Return Aktienfonds 13,4%), Global Macro Fonds (2,1%), Event-Driven-Fonds (8,2%), Convertible Arbitrage Fonds (4,2%) und Liquidität (1,0%).

 

References
1 Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2 Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
3 Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.