Monatskommentar September 2021

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Die Inflationsrate stieg im September weiter auf jahrzehntelang ungekannte Höhen. Entsprechend entfachte sich die Diskussion darüber, ob das länger andauernde Übertreffen des zweiprozentigen Inflationsziels die Notenbanken zum Handeln zwingen wird oder der Anstieg der Inflationsrate weiter auf vorübergehenden Effekten basiert. Ein weiterer Störfaktor für die internationale Börsenhausse war die Belastung des Wirtschaftswachstums in China durch unterschiedliche Faktoren, wie Unsicherheiten am Immobilienmarkt, neue Regulierungen, strenge Covid-Bekämpfungsmaßnahmen und dadurch weiter gestörte Lieferketten. Der Weltaktienindex verlor im September 2,5% (MSCI World Kursindex in Euro). US-Dollar und japanischer Yen stiegen gegenüber dem Euro um 2,0% bzw. 0,8% an, was für den in Euro kalkulierenden Investor die Ergebnisse des US-amerikanischen und des japanischen Finanzmarktes stützte. Das britische Pfund gab dagegen 0,1% nach, so dass die Währungsentwicklung das Ergebnis des britischen Marktes für den Euro-Investor nur leicht verschlechterte. Die einzelnen Aktienmärkte entwickelten sich auf Euro-Basis im September wie folgt: Euro-Raum -3,5% (EuroStoxx50 Kursindex), USA -2,8% (S&P500 Kursindex) und Japan +5,7% (Nikkei 225 Kursindex). Nebenwerte verloren nur 1,5% (MSCI World Small Cap Kursindex in Euro). Die Aktienmärkte der Schwellenländer gaben um 2,5% nach (MSCI Emerging Markets Kursindex in Euro).

Entwicklung der Anleihenmärkte

Der gegen Ende des Vormonats begonnene Zinsanstieg setzte sich im September fort und belastete den Markt der festverzinslichen Wertpapiere. Der REX Performance Index gab um 1,0% nach. Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen verloren ebenfalls.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 verbuchte im September eine Wertminderung von 0,5%. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (34,2%; davon Absolute Return Rentenfonds 16,8%), Aktienfonds (35,2%; davon Absolute Return Aktienfonds 27,8%), Event-Driven-Fonds (15,4%), Convertible Arbitrage Fonds (5,8%), „Alpha Strategie“ (3,8%), Xetra-Gold (3,6%) und Liquidität (2,0%). Der Anteilspreis der defensiven Anlagestrategie legte im laufenden Jahr 2021 um 3,6% zu.

Die ausgewogene Anlagestrategie2 beendete den September mit einem Wertrückgang von 0,7%. Sie konnte sich dennoch um 1,3 Prozentpunkte besser behaupten als ihr Referenzindex (50% REX Performance Index, 25% EuroStoxx50 Kursindex und 25% MSCI World Kursindex in Euro), der 2,0% verlor. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (17,4%; davon Absolute Return Rentenfonds 7,4%), Aktienfonds (54,1%; davon Absolute Return Aktienfonds 20,3%), Event-Driven-Fonds (12,9%), Convertible Arbitrage Fonds (5,5%), Xetra-Gold (3,4%) und Liquidität (6,8%). Die ausgewogene Anlagestrategie verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 einen deutlichen Wertzuwachs von 8,8%. Sie übertraf damit ihren Referenzindex, der 7,2% zulegte, um 1,6 Prozentpunkte.

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 schloss den September mit einem moderaten Wertrückgang von 0,3% ab. Sie konnte sich damit um 2,1 Prozentpunkte besser behaupten als ihr Referenzindex (50% MSCI World Kursindex in Euro, 25% EuroStoxx50 Kursindex und 25% REX Performance Index), der um 2,4% nachgab. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (6,0%; davon Absolute Return Rentenfonds 1,7%), Aktienfonds (81,5%; davon Absolute Return Aktienfonds 13,6%), Global Macro Fonds (2,2%), Event-Driven-Fonds (6,8%), Convertible Arbitrage Fonds (3,2%) und Liquidität (0,4%). In den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 legte der Anteilspreis der aktienorientierten Anlagestrategie insgesamt 12,8% zu. Die aktienorientierte Anlagestrategie übertraf damit ihren Referenzindex, der 12,1% anstieg, um 0,7 Prozentpunkte.

 

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1. Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2. Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
3. Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.