Monatskommentar Januar 2020

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war im Januar zweigeteilt. Zunächst setzte sich an den Aktienmärkten der positive Trend fort. Im Monatsverlauf rückte aber die Sorge über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft Chinas und in der Folge auf die Weltwirtschaft immer stärker in den Vordergrund. Die daraus resultierende Risikoaversion führte zu einem undifferenzierten Abverkauf an den Aktienmärkten. US-Dollar, japanischer Yen und britisches Pfund legten im Januar gegenüber dem Euro deutlich zu, was die Ergebnisse des US-amerikanischen, des japanischen und des britischen Finanzmarkt aus der Sicht des in Euro kalkulierenden Investors verbesserte. Der Weltindex (MSCI World Kursindex in Euro) schloss den Gesamtmonat unterstützt von den Währungsgewinnen mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 0,6% ab. Die einzelnen Aktienmärkte entwickelten sich auf Euro-Basis im Januar wie folgt: Euro-Raum -2,8% (EuroStoxx50 Kursindex), USA +0,9% (S&P500 Kursindex) und Japan -0,6% (Nikkei 225 Kursindex). Nebenwerte gaben um 1,6% nach (MSCI World Small Cap Kursindex in Euro). Die Aktienmärkte der Schwellenländer wurden von den Sorgen in China besonders getroffen und verloren 3,5% an Wert (MSCI Emerging Markets Kursindex in Euro).

Entwicklung der Anleihenmärkte

Mit zunehmender Risikoaversion suchten die Anleger im Januar bonitätsstarke Staatsanleihen. Entsprechend sanken die Renditen. In den USA verringerte sich die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen von 1,92% auf 1,51% und in Deutschland sank die Umlaufrendite von -0,23% auf -0,42%. Der REX Performance Index legte im Januar entsprechend um 0,8% zu. Die Kurse von Unternehmensanleihen stiegen ebenfalls an.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 verzeichnete im Januar einen leichten Wertrückgang von 0,1%. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (27,0%; davon Absolute Return Rentenfonds 8,7%), Aktienfonds (43,6%; davon Absolute Return Aktienfonds 31,4%), Gold (4,1%), Global Macro Fonds (11,6%), Event-Driven-Fonds (9,1%), „Alpha Strategie“ (4,0%) und Liquidität (0,7%).

Die ausgewogene Anlagestrategie2 entwickelte sich im Januar bei einem Wertverlust von 0,2% parallel zu ihrem Referenzindex (50% REX Performance Index, 25% EuroStoxx50 Kursindex und 25% MSCI World Kursindex in Euro), der ebenfalls 0,2% verlor. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (16,0%; davon Absolute Return Rentenfonds 4,7%), Aktienfonds (65,3%; davon Absolute Return Aktienfonds 23,4%), Gold (2,6%), Global Macro Fonds (9,1%), Event-Driven-Fonds (4,9%) und Liquidität (2,2%).

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 verlor im Januar 0,4% an Wert und entwickelte sich damit 0,2 Prozentpunkte schwächer als ihr Referenzindex (50% MSCI World Kursindex in Euro, 25% EuroStoxx50 Kursindex und 25% REX Performance Index), der 0,2% nachgab. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (3,6%; davon Absolute Return Rentenfonds 1,1%), Aktienfonds (86,0%; davon Absolute Return Aktienfonds 17,4%), Global Macro Fonds (8,7%) und Liquidität (1,9%).

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1. Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2. Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
3. Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.