Monatskommentar März 2026

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Das erste Quartal 2026 begann mit Rückenwind: robuste Konjunkturdaten, anhaltende KI-Euphorie und die Aussicht auf Zinssenkungen. Doch was als Positivszenario startete, wurde seit Ende Februar innerhalb weniger Wochen zunichte gemacht. Die Eskalation im Nahen Osten ließ Energiepreise und dadurch die Inflationsraten steigen und stellte das Zinsnarrativ abrupt in Frage. Aus sicheren Zinssenkungen wurde die Erwartung von Zinserhöhungen und aus marktbreitem Börsenboom eine schnelle Rotation. Die Nachrichtenlage zeigt bisher keinen klaren Trend, sondern ein Pendeln: zwischen Erleichterung und Misstrauen, kurzer Zuversicht und Sorge. Gleichzeitig zeigen sich – wie von aktiven Marktbeobachtern schon länger erwartet – erste Risse der Investmentidee rund um künstliche Intelligenz in den starken Kursverlusten einiger Technologiewerte.

Der Weltaktienindex verzeichnete im März einen Rückgang von 4,1%, verlor damit die Gewinne der ersten beiden Monate und beendete das erste Quartal 2026 negativ mit -1,7% (MSCI World Net Return Index in Euro). Die regionalen Aktienmärkte verzeichneten im März auf Euro-Basis folgende Monatsergebnisse: Euro-Raum -7,7% (MSCI Europe Net Total Return Index in Euro), USA -2,9% (S&P500 Net Total Return Index in Euro) und Japan -10,3% (MSCI Japan Net Total Return Index in Euro). Die Kurse der Nebenwerte verloren in diesem risikoaversen Umfeld stärker als die Kurse der Standardwerte und gaben um 5,4% nach (MSCI World Small Cap Index in Euro). Schwellenländeraktien verloren 10,9% (MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro). Die Währungsentwicklung spiegelt die Unsicherheit mit einem deutlichen Anstieg des US-Dollar um 2,2% gegenüber dem Euro, so dass für den in Euro kalkulierenden Anleger die Ergebnisse an den US-Finanzmärkten gestützt wurden. Der japanische Yen und das britische Pfund stiegen im März gegenüber dem Euro um moderate 0,5% bzw. 0,3% und verbesserten dadurch die Ergebnisse des Euroanlegers auf dem japanischen und auf dem britischen Finanzmarkt. Der Goldpreis in Euro erwies sich in dieser Situation nicht als sicherer Hafen und verlor im März 9,6%.

Entwicklung der Anleihenmärkte

Die Inflationssorgen schüren die Erwartung einer strafferen Geldpolitik und führten im März zu einem Anstieg des Kapitalmarktzinsniveaus und Kursverlusten in allen wesentlichen Segmenten des Rentenmarktes. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen deutlich und auch die deutsche Umlaufrendite legte von 2,62% auf 2,98% zu. Der REX Performance Index verlor im März um 1,7%. Die Kurse von Unternehmens- und Hochzinsanleihen gaben aufgrund der Ausweitung der geforderten Risikoaufschläge noch deutlicher nach.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 schloss den März mit einer Wertminderung von 3,4% ab. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (36,8%; davon Absolute Return Rentenfonds 1,7%), Aktienfonds (25,0%; davon Absolute Return Aktienfonds 14,2%), Event-Driven-Fonds (15,6%), Convertible Arbitrage Fonds (11,0%), Alpha-Strategie (4,8%), Gold-ETC (2,9%) und Liquidität (4,0%). Die defensive Anlagestrategie verzeichnete im ersten Quartal des Jahres 2026 aufgrund der Verluste im März einen Wertrückgang von insgesamt 0,8%.

Die ausgewogene Anlagestrategie2 musste im März einen Wertrückgang von 5,3% hinnehmen. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (22,5%), Aktienfonds (53,7%; davon Absolute Return Aktienfonds 15,7%), Event-Driven-Fonds (10,2%), Convertible Arbitrage Fonds (5,3%), Gold-ETC (3,7%) und Liquidität (4,6%). Aufgrund der Turbulenzen im März gab der Anteilspreis der ausgewogenen Anlagestrategie im ersten Quartal des Jahres 2026 um insgesamt 1,0% nach.

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 verbuchte im März einen Fondspreisrückgang von 5,4%. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (13,0%; davon Absolute Return Rentenfonds 2,0%), Aktienfonds (75,2%; davon Absolute Return Aktienfonds 12,1%), Global Macro Fonds (1,2%), Event-Driven-Fonds (3,1%), Convertible Arbitrage Fonds (3,4%) und Liquidität (4,0%). Im ersten Quartal des Jahres 2026 verzeichnete die aktienorientierte Anlagestrategie eine leichte Wertminderung von insgesamt 0,2%.

 

References
1 Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2 Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
3 Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.