Monatskommentar September 2026

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Der September war ein turbulenter Börsenmonat, der erst zum Ende und durch den steigenden US-Dollar ins Positive drehte. Der Weltaktienindex legte gemessen am MSCI World Net Return Index in Euro im Monatsverlauf um 1,1% zu. Selten kamen so viele markttreibende Ereignisse zusammen wie aktuell: Die KI-Konzerne riefen dazu auf, die KI-Produktentwicklung zu bremsen. Dies weckte am Markt Zweifel darüber, ob deren Aktienbewertungen zur Realität passen. Der Krieg in Nahost sorgte zudem für einen weiterhin hohen Ölpreis und heizte die Inflation an. Die regionalen Aktienmärkte verzeichneten im September auf Euro-Basis folgende Monatsergebnisse: Euro-Raum -2,4% (MSCI Europe Net Total Return Index in Euro), USA +2,1% (S&P500 Net Total Return Index in Euro) und Japan +3,8% (MSCI Japan Net Total Return Index in Euro). Die Kurse der Nebenwerte entwickelten sich in diesem Szenario schlechter als die der Standardwerte. Sie verloren 2,0% (MSCI World Small Cap Index in Euro). Der Index der Schwellenländeraktien stieg um 1,7% (gemessen am MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro).

Im September legten US-Dollar, japanischer Yen und britisches Pfund gegenüber dem Euro um 2,5%, 4,1% und 0,4% zu, was die Ergebnisse an diesen Auslands-Finanzmärkten für den in Euro kalkulierenden Investor verbesserte. Der Goldpreis in Euro sank im September um 3,9% und hat in den ersten drei Quartalen 2026 insgesamt leicht, um 0,2% nachgegeben.

Insgesamt ist die Bilanz des ersten Dreivierteljahrs 2026 an den Finanzmärkten deutlich positiv. Der Weltaktienindex gewann zweistellig bei sehr unterschiedlichen regionalen Ergebnissen. Markttreiber waren vor allem die Börsen in Japan und die der Schwellenländer, die jeweils über ein Viertel zulegten.

Entwicklung der Anleihenmärkte

Die Zinswende der Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation und die immer höheren Staatsschuldenstände zeigen Folgen: Im dritten Quartal sind die Renditen von US-Staatsanleihen so stark gestiegen wie seit 1994 nicht mehr, die zehnjährige US-Staatsanleihe markierte mit gut 5,3% den höchsten Stand seit 24 Jahren. In Deutschland erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am Monatsende 3,6%. Der REX Performance Index verlor entsprechend allein im September 2,0%. Die Kurse von Unternehmens- und Hochzinsanleihen zeigten ebenfalls Wertrückgänge.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 konnte sich den turbulenten Aktienmärkten und negativen Auswirkungen der Zinserhöhungen nicht entziehen und verlor im September 1,6%. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (37,5%; davon Absolute Return Rentenfonds 1,4%), Aktienfonds (27,7%; davon Absolute Return Aktienfonds 15,3%), Event-Driven-Fonds (19,9%), Convertible Arbitrage Fonds (11,6%), Gold-ETC (2,6%) und Liquidität (0,8%). Die erste drei Quartale des Jahres 2026 schloss die defensive Anlagestrategie dennoch mit einem positiven Ergebnis von insgesamt 1,3% ab.

Der Anteilspreis der ausgewogenen Anlagestrategie2 gab im September 1,5 % nach. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (22,8%), Aktienfonds (52,0%; davon Absolute Return Aktienfonds 16,0%), Event-Driven-Fonds (13,0%), Convertible Arbitrage Fonds (7,9%), Gold-ETC (3,1%) und Liquidität (1,2%). In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 erwirtschaftete die ausgewogenen Anlagestrategie einen Wertzuwachs von insgesamt 4,6%.

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 beendete den September mit einem Wertrückgang von 0,9%. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (13,2%; davon Absolute Return Rentenfonds 2,0%), Aktienfonds (77,5%; davon Absolute Return Aktienfonds 13,5%), Event-Driven-Fonds (5,2%), Convertible Arbitrage Fonds (3,4%) und Liquidität (0,9%). In den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 erzielte die aktienorientierte Anlagestrategie einen Wertzuwachs von insgesamt 8,4%.

 

 

References
↑1 Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
↑2 Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
↑3 Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.