Monatskommentar Juli 2026

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Die weiter angespannte Lage in Nahost mit immer neuen Wendungen sorgte im Juli für anhaltenden Preisdruck und entsprechende Inflationssorgen. Für die Märkte noch wichtiger waren die Quartalsberichte der großen Technologieunternehmen, die sehr unterschiedlich ausfielen. Die Börsen schwankten im Monatsverlauf entsprechend stark, was sich am Monatsultimovergleich der Indices kaum ablesen lässt. Der Weltaktienindex gab gemessen am MSCI World Net Return Index in Euro nur um 0,1% nach. Die regionalen Aktienmärkte verzeichneten im Juli auf Euro-Basis folgende Monatsergebnisse: Euro-Raum +1,0% (MSCI Europe Net Total Return Index in Euro), USA -1,0% (S&P500 Net Total Return Index in Euro) und Japan +0,4% (MSCI Japan Net Total Return Index in Euro). Die Kurse der Nebenwerte gaben gegenüber Standardwerten deutlich -3,0% nach (MSCI World Small Cap Index in Euro). Der Index der Schwellenländeraktien verlor 3,7% (gemessen am MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in Euro).

Der japanische Yen und das britische Pfund legten im Juli um 2,3% und 0,7% gegenüber dem Euro zu. Entsprechend verbesserte die Währungsentwicklung für den Euroinvestor die Resultate des japanischen und des britischen Finanzmarktes. Der US-Dollar gab dagegen 0,9% gegenüber dem Euro nach, was die Ergebnisse des US-amerikanischen Marktes für den in Euro kalkulierenden Investor verschlechterte.

Der Goldpreis in Euro blieb im Monatsendvergleich unverändert.

Entwicklung der Anleihenmärkte

Das Kapitalmarktzinsniveau legte im Juli zu. Die deutsche Umlaufrendite stieg von 2,86% auf 3,12%. An den Anleihemärkten sanken entsprechend die Kurse in allen wesentlichen Segmenten. Der REX Performance Index gab um 1,3% nach, während die Kurse von Unternehmens- und Hochzinsanleihen aufgrund geringerer Risikoaufschläge etwas weniger verloren.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 musste im turbulenten Marktgeschehen im Juli einen Wertrückgang von 1,1% hinnehmen. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (38,5%; davon Absolute Return Rentenfonds 1,6%), Aktienfonds (25,8%; davon Absolute Return Aktienfonds 13,8%), Event-Driven-Fonds (19,2%), Convertible Arbitrage Fonds (11,4%), Gold-ETC (2,4%) und Liquidität (2,7%).

Die ausgewogene Anlagestrategie2 verbuchte im Juli eine Wertminderung von 1,8%. Die Anlageklassen im Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (24,4%), Aktienfonds (50,4%; davon Absolute Return Aktienfonds 15,1%), Event-Driven-Fonds (12,9%), Convertible Arbitrage Fonds (8,0%), Gold-ETC (3,1%) und Liquidität (1,2%).

Die aktienorientierte Anlagestrategie3 verzeichnete im Juli einen Wertrückgang von 2,4%. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (12,6%; davon Absolute Return Rentenfonds 2,0%), Aktienfonds (78,5%; davon Absolute Return Aktienfonds 13,3%), Event-Driven-Fonds (5,3%), Convertible Arbitrage Fonds (3,3%) und Liquidität (0,2%).

 

References
1 Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2 Ziel der ausgewogenen Anlagestrategie ist es, Ertragserwartungen über Kapitalmarktzinsniveau zu erfüllen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen möglich.
3 Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.