Monatskommentar Mai 2012

Entwicklung der Aktienmärkte und Währungen

Im Mai beeinflusste weiterhin die Eurokrise das Marktgeschehen. Insbesondere negative Nachrichten aus Spanien und Griechenland beunruhigten die Marktteilnehmer. Die Kurse an den internationalen Aktienmärkten verzeichneten per Saldo deutliche Verluste. Gegenüber dem Euro legten an den Währungsmärkten insbesondere die Kurse des US-Dollar (+7,1%) und des japanischen Yen (+9,0%) stark zu. Für den Euroinvestor verbesserten sich dadurch die Ergebnisse auf dem japanischen und dem US-amerikanischen Markt. Die einzelnen Aktienmärkte entwickelten sich auf Euro-Basis wie folgt: Euro-Raum -8,1% (EuroStoxx50 Kursindex), Großbritannien -5,8% (FTSE100 Kursindex), USA +0,4% (S&P500 Kursindex) und Japan -2,2% (Nikkei225 Kursindex). Die Kurse der Schwellenländer gaben bei deutlichen regionalen Unterschieden insgesamt um 5,4% nach (MSCI Emerging Markets Kursindex in Euro). Die Kurse der Nebenwerte verloren 2,7% (MSCI World Small Cap Kursindex in Euro). Die weltweiten Aktienmärkte verzeichneten im Mai einen Kursrückgang von 2,6% (MSCI World Kursindex in Euro).

Entwicklung der Anleihenmärkte

An den Anleihenmärkten wurden im Mai aufgrund der schlechten Nachrichten zur Eurokrise weiterhin Bundesanleihen stark nachgefragt. Die Umlaufrendite in Deutschland sank dadurch von 1,36% auf den historischen Tiefstand von 1,02%, was zu einem Anstieg des REX Performance Index von 1,7% führte. Die Kurse der Unternehmens- und Hochzinsanleihen blieben deutlich hinter der Entwicklung der Staatsanleihen zurück.

Entwicklung der Muster-Anlagestrategien

Die defensive Anlagestrategie1 verzeichnete im Mai einen leichten Wertrückgang von 0,4%. Damit blieb sie um 0,4 Prozentpunkte hinter ihrem Referenzindex zurück (75% REX Performance Index, 12,5% EuroStoxx50 Kursindex und 12,5% MSCI World Kursindex), der sich per Saldo nicht veränderte. Die Anlageklassen im Portfolio der defensiven Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (49,5%), Aktienfonds (13,2%), offene Immobilienfonds (3,3%), Global Macro Fonds (3,7%), Hedgefonds (19,5%), Multi-Strategie-Fonds (5,1%), Managed Futures Fonds (1,0%), Rohstoff-Fonds (1,4%) und Liquidität (3,3%).

Die aktienorientierte Anlagestrategie2 musste im Mai eine Wertminderung von 1,3% hinnehmen. Sie schnitt damit jedoch um 1,6 Prozentpunkte besser ab als ihr Referenzindex (50% MSCI World Kursindex in Euro, 25% EuroStoxx50 Kursindex und 25% REX Performance Index), der um 2,9% nachgab. Die Anlageklassen im Portfolio der aktienorientierten Anlagestrategie waren zum Monatsende wie folgt gewichtet: Rentenfonds (14,6%), Aktienfonds (55,9%), offene Immobilienfonds (1,6%), Global Macro Fonds (2,1%), Hedgefonds (18,7%) und Liquidität (7,1%).

References
1 Ziel der defensiven Anlagestrategie ist es, höhere Erträge als mit kursstabilen Anlagen zu erzielen. Den höheren Ertragserwartungen stehen angemessene Risiken gegenüber. Zwischenzeitlich sind mäßige Wertschwankungen möglich.
2 Ziel der aktienorientierten Anlagestrategie ist es, Ertragschancen zu nutzen, die über Kapitalmarktzinsniveau liegen. Dabei sind erhöhte Wertschwankungen unvermeidbar und müssen temporär toleriert werden.